Real trat aus dem langen Barca-Schatten
Nach der jahrelangen Vorherrschaft des FC Barcelona und seines Superstars Lionel Messi sind Real Madrid und Cristiano Ronaldo am Samstagabend endgültig wieder aus dem langen Schatten der großen Rivalen getreten.

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Mit dem 2:1-Sieg im Nou-Camp-Stadion stehen die Madrilenen unmittelbar vor dem Gewinn der spanischen Fußball-Meisterschaft. "Wir sind jetzt in einer komfortablen Position", sagte Real-Superstar Ronaldo nach seinem Siegestor in der 73. Minute, durch das sein Team vier Spiele vor Schluss sieben Punkte Vorsprung hat.
Der Portugiese befreite sich vom Makel, in wichtigen Spielen oft unter seinen Möglichkeiten zu bleiben. Ronaldo hält mittlerweile bei 42 Liga-Saisontoren, Messi, sein großer Konkurrent im Barca-Trikot, ging diesmal im "Clasico" leer aus und hält bei 41 Treffern. Messi wurde damit nach der 0:1-Niederlage in der Champions League in London gegen Chelsea bereits im zweiten Match in Folge kalt gestellt.
"Cristiano ist der beste Spieler der Welt", meinte nicht nur deshalb Real-Co-Trainer Aitor Karanka. Trotz seines ersten Sieges im Nou Camp im neunten Anlauf verweigerte Chefcoach Jose Mourinho einmal mehr Wortspenden nach Schlusspfiff. "Real Madrid vollzog einen Machtwechsel im spanischen Fußball", urteilte die Zeitung "El Mundo" bereits.
Bayern wartet
Schon am Mittwoch bietet sich für Ronaldo die nächste Chance auf wichtige Tore, denn im Halbfinal-Rückspiel der Champions League läuft Real gegen Bayern München einem 1:2-Rückstand nach. "Wir sind in einer guten Verfassung und hungrig", kündigte der 27-jährige Ronaldo David Alaba und Co. einen heißen Tanz an. Real hält in der Primera Division bei mittlerweile 109 Saison-Toren, das ist neuer Rekord. Die bisherige Bestmarke von 107 Treffern hatte das Real-Team der Saison 1989/90 aufgestellt.
Bereits am Dienstag geht Barcelona mit einem 0:1-Defizit ins Heimmatch gegen Chelsea. Der neuerliche Gewinn der Champions League ist nun für die Katalanen das große Saisonziel. "Wir werden den Meistertitel heuer nicht gewinnen. Unser Fokus liegt ab sofort voll und ganz auf der Champions League", sagte Trainer Josep Guardiola, der sein Team nach dem Rückschlag wieder aufrichten muss: "Der Spirit im Team ist jetzt natürlich schlecht. Wir müssen aus diesem Loch heraus, denn es steht schon wieder ein wichtiges Spiel gegen Chelsea vor uns."





















